Blog

Bewerten oder beobachten? Formen von Bewertung

Der indische Philosoph Krishnamurti sagte: “Beobachten, ohne zu bewerten, ist die höchste Form menschlicher Intelligenz.“ Da viele Menschen mit dem Modell des Bewerten oder Schubladendenkens groß werden, ist es so schwer, als Erwachsener die eigene Kommunikation hin zu wertneutraler Beobachtungen zu lenken. Im Gegensatz dazu fällt es um so leichter, die Bewertungen anderer in Bezug auf uns und unser Verhalten negativ oder einengend wahrzunehmen. Die Folge: ein unangenehmes Gefühl verbunden mit dem Wunsch, sich zu verteidigen. Um ein Gespräch von Anfang an für alle Beteiligten offen zu halten oder einen Konflikt lösen zu können, bedarf es hier entweder der Fähigkeit Beurteilungen in wertneutrale Beobachtungen umzuwandeln oder unser Bewerten von unseren Beobachtungen sauber zu trennen. Im Folgenden habe ich Formen von Bewertungen zusammen getragen. Diese zu erkennen ist ein erster Schritt in Richtung Gewaltfreie Kommunikation.

Weiterlesen

Hiddensee mit GFK, Mediation und Systemischen Konsensieren

22. April 2014 | Reise | Keine Kommentare

Nein, das ist kein neues Seminarangebot. Das hier ist ein Bericht von gelebter Gewaltfreier Kommunikation. Jede Ostern mache ich mit meinen Kindern und zwanzig anderen Eltern und Kindern Urlaub auf der Insel Hiddensee. Hiddensee ist einerseits Erholung pur, andererseits bedeutet Urlaub mit einer so großen Gruppe geballte Gruppendynamik. Hier kommt mir alles zugute, was ich in meinen Seminaren unterrichte: Verabredungen treffen mit Systemischen Konsensieren, Streit schlichten mit Mediation und wundervolle Gespräche führen mit GFK. Und weil Hiddensee in großen Teilen Nationalpark ist, darf ich meinem Hobby frönen: Fotografieren. In diesem Block finden Sie also Tipps für Gewaltfreie Kommunikation in großen Gruppen und die schönsten Panorama-Aufnahmen der Insel Hiddensee. Außerdem erkläre ich, wie man sich mit Hilfe einer Giraffe nach dem Schwimmen im Meer abtrockenen kann…

Weiterlesen

Emotionen Bilder – ein phantastisches Fotoshooting

Als Mimikresonanz-Trainer üben Sie unter anderem das spontane Vorführen von Emotionen in Ihrer Mimik. Wie herausfordernd das ist, habe ich beim Mimikresonanz-Fotoshooting mit meiner Tochter Naima Weckert gemerkt. Wenn man eine Emotion korrekt darstellen will, muss man sämtliche Muskelgruppen kennen, die bei dieser Emotion mimisch zum Einsatz kommen. Noch schwieriger ist es, die entsprechenden Muskelpartien des Gesichts auf Kommando zu aktivieren. In diesem Blog geht es darum, wie Sie Emotionen glaubhaft und wissenschaftlich richtig darstellen. Außerdem berichte ich über blockierte Gesichtsmuskeln, spontanen Spaß zur Überlistung derselben und das Erfolgsrezept eines perfekten Fotoshootings.

Weiterlesen

GFK Tagebuch schreiben – 10 geniale Praxistipps

Das Führen eines GFK Tagebuch (andere nennen es auch »Giraffentagebuch«) unterstützt Sie dabei, Ihre Lernerfolge bei der Beschäftigung mit Gewaltfreier Kommunikation (GFK) zu verstärken und zu beschleunigen. Das Führen eines Tagebuchs zur Gewaltfreien Kommunikation ist eine Art mentales Training, mit dessen Hilfe Sie Erfolge verankern oder Schwierigkeiten reflektieren und bearbeiten können. Ein GFK Tagebuch lädt Sie ein, innezuhalten und sich zu vergegenwärtigen, was Sie erlebt haben und wie die Erlebnisse in Ihnen nachwirken. In diesem Blog erzähle ich von 10 Ideen, wie Sie Ihr GFK Tagebuch schreiben und gestalten können.

Weiterlesen

7 Grundgedanken der Mediation

25. März 2014 | Mediation | Keine Kommentare

Mediation ist ein Verfahren zur Klärung eines Konflikts mit Hilfe eines allparteilichen Dritten. Zunächst werden die Interessen der Konfliktparteien erhellt, anschließend bedürfnis- und zukunftsorientiert nach neuen Lösungsmöglichkeiten für die Konfliktthemen gesucht. Über das Gelingen eines Mediationsverfahrens entscheidet neben der Kompetenz des Mediationsteams die Einhaltung von sieben Grundgedanken: Freiwilligkeit, Allparteilichkeit der Mediatoren, Eigenverantwortlichkeit der Streitparteien, der Verfahrensablauf in fünf Einzelschritten, Regeln für einen sicheren Rahmen, die Zusammensetzung des Mediationsteams und die klare Ausrichtung auf Gegenwart und Zukunft (statt auf die Vergangenheit).

Weiterlesen

Richtig atmen – Übungsbuch für Trainer

18. März 2014 | Buch Tipp | Keine Kommentare

Lange habe ich danach gesucht: Ein Buch, dass mir Ideen für Atemübungen in Seminaren liefert. Ein Buch, dessen Übungen sofort nachvollziehbar und umsetzbar sind. Ein Buch, dass schnell zu lesen und leicht zu transportieren ist. Dr. Delia Grasberger und Ronald Schweppe haben solch ein Buch im blv-Verlag veröffentlicht. Es heißt „Richtig atmen“ und liefert acht Seiten Atem-Theorie und 42 Seiten Atemübungen. Darüber hinaus enthält es eine CD mit den Anleitungen zu den Übungen, einer angeleiteten Phantasiereise und Autogenem Training. Ich konnte die Übungen sofort in meinen Seminaren für Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation, Mediationsausbildungen und den Trainings für Mimikresonanz und dem Umgang mit starken Gefühlen (Tanz auf dem Vulkan) einsetzen. Die Teilnehmer sind begeistert: Erstens haben die Übungen aus „Richtig atmen“ einen Sofortnutzen für das Seminar (Erholung, Entspannung), zweitens kann man diese Übungen auch nach Hause und an den Arbeitplatz mitnehmen. Ein Regenerationsquicki, der immer funktioniert. Lesen Sie hier die ausführliche Rezension von „Richtig atmen“.

Weiterlesen

Lügen – wie die Unwahrheit entlarvt wird…

11. März 2014 | Gast Blog | Keine Kommentare

Gastblog von Robert Körner, ehemaliger Militärpolizist und Mimikresonanz®-Trainer: Statistisch betrachtet sind wir drei Lügen pro zehn Minuten Gesprächszeit ausgesetzt. Dabei haben Studien gezeigt, dass selbst Berufsgruppen, die sich intensiv mit der Wahrheitsfindung auseinandersetzen (Richter, Polizisten etc.), nur ca. 50 Prozent der aufgetischten Lügen nonverbal erkennen können. Genauso gut ließe sich für die richtige Urteilsfindung eine Münze werfen. In diesem Blog berichtet Robert Körner, woran sich Lügen erkennen lassen und wie man die Lügenerkennung trainieren kann.

Weiterlesen

Nachbarschaftsmediation

04. März 2014 | Mediation | Keine Kommentare

Anfangs versteht man sich recht gut mit den neuen Nachbarn. Aber dann hört man doch ständig viel zu laut die Musik von nebenan und plötzlich ist der Baum doch viel zu weit über den Gartenzaun gewachsen und behindert gänzlich die schöne Aussicht. Was meist harmlos beginnt, wird doch oft zu einer jahrelang andauernden juristischen Auseinandersetzung, die beidseitig viel Kraft und Nerven kostet. Hier kann eine spezielle Form von Mediation – die Nachbarschaftsmediation –  hilfreich sein. Mediationsausbilder und Buchautor Al Weckert erläutert den Ablauf und die Vorzüge von Nachbarschaftsmediation.

Weiterlesen

Gefühlserkennung im Auto

Auto-Bild (Ausgabe Nr. 14/2014) berichtet unter der Überschrift „Vorsicht, Kamera!“: Die Industrie arbeitet an einer Software zur Gefühlserkennung, die im Cockpit von Autos angebracht werden soll, um die Mimik von Autofahrern nutzbringend zu entschlüsseln. Bei bestimmten Emotionen soll die Software Aktionen einleiten, um Gefahren abzuwenden. Gedacht wird an stärkere Beleuchtung bei Müdigkeit, sanfte Musik bei Wutanfällen oder höherer Abstand bei Aggression. Mehrere Forschungsinstitute und Automobilkonzerne sollen bereits an solchen Systemen arbeiten. Kritiker rechnen der Software für Gefühlsrerkennung nur geringe Chancen ein. Fraglich sei, ob sich Autofahrer von dieser Art Aufpasser kontrollieren lassen.

Weiterlesen

Gewaltfreie Kommunikation in Kenia 2007-2014

18. Februar 2014 | Gast Blog | Keine Kommentare

Gast-Blog von GFK-Trainerin Irmtraud Kauschat zum Thema Gewaltfreie Kommunikation in Kenia 2007-2014: 2006 gab es eine Anfrage  von einer Trainerin im internationalen Netzwerk, ob jemand bereit sei, Gewaltfreie Kommunikation in Kenia anzubieten für eine Gruppe, die mit Permakultur arbeitet. Ich las das und dachte, dass das nichts für mich sei. Ein halbes Jahr später gab es dieselbe Anfrage nochmals mit der Ergänzung, dass eine andere Trainerin, die zugesagt hatte zu kommen, nun doch nicht kommen werde. Ich bot an, dass ich die Gruppe per E-Mail coachen könnte. Die Antwort war, dass es doch viel besser sei, wenn jemand persönlich ein Training geben würde. Ich fand heraus, dass die Flüge bezahlbar waren (ca. 800 €) und ich nur Malaria-Prophylaxe brauchte. Ich war bereit mich darauf einzulassen und fand noch einen Assistenten. So flogen wir 2007 im September nach Kenia. Ich freundete mich mit einigen den Teilnehmer/innen an, und so wurde ein langjähriges Projekt daraus – seit 2007 bin ich 12mal in Kenia gewesen, manchmal 10 Tage, manchmal 3 – 5 Wochen.

Weiterlesen